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All Answers to Crypto Tax Issues.

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Crypto FAQ

Wie ist die Besteuerung auf Kryptowährungen in Liechtenstein?


Eine natürliche Person mit unbeschränkter Steuerpflicht in Liechtenstein ist mit dem weltweiten Erwerb steuerpflichtig, daher unterliegen Kryptowährungen der Deklarationspflicht. Das Vermögen wird zum Beginn des Steuerjahres (01.01) in CHF bewertet. Im liechtensteinischen Steuerrecht wird darauf geachtet, dass Doppelbesteuerung vermieden wird. Um dies zu konkretisieren: Vermögen, welches durch die Vermögenssteuer besteuert wird, unterliegt nicht mehr der Erwerbssteuer, daher sind die Spekulationsgewinne von Kryptowährungen steuerfrei. Dies wirkt sich vorteilhaft auf den Deklarations- und Dokumentationsaufwand aus. Das Mining hingegen wird in Liechtenstein als Einkommensquelle angesehen, daher unterliegt es der Erwerbssteuer. Die Ausgaben für das Mining, beispielsweise IT- und Stromkosten können steuerlich geltend gemacht werden. Bei juristischen Personen müssen die Wertveränderungen deklariert werden, diese unterliegen der Ertragssteuer von 12,5%. Eine Reduktion des Steuersatzes kann durch den Abzug der Eigenkapitalrendite erzielt werden.




Was ist Coin Staking bzw. Proof of Stake (PoS)?


Es ist eine Alternative zum Proof of Work. Das Proof of Stake wird zur Validierung von Transaktionen verwendet. Die Teilnehmer der Blockchain sperren und halten damit einige Coins auf gewisse Zeit und stellen diese zur Verfügung, um Blöcke zu validieren. Für das zur Verfügung stellen von Coins wird eine Belohnung vergeben. Die „gesperrten“ Coins können in den meisten Fällen nicht kurzfristig verkauft werden. Je mehr Coins zum Staking bereitgestellt werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit zum Staking ausgewählt zu werden. Zudem ist es deutlich umweltfreundlicher als Mining.




Was ist Proof of Work (PoW)?


PoW ist der ursprüngliche Konsensalgorithmus in einem Blockchain-Netzwerk. Der Algorithmus wird verwendet, um die Transaktion zu bestätigen und einen neuen Block in der Kette zu erstellen. Bei diesem Algorithmus treten Miners gegeneinander an, um die Transaktion im Netzwerk abzuschliessen.




Was ist der Hauptvorteil von Coin Staking?


Durch das Halten einer Kryptowährung kann Rendite generiert werden. Insbesondere in Tiefzinsphasen ist dies eine attraktive Alternative. Des Weiteren ist es nicht so Ressourcenfressend wie PoW.




Was ist ein Initial Coin Offering (ICO)?


Im Kern entsprechen ICOs dem Prinzip eines klassischen Börsengangs. Bei einem ICO kauft der Anleger die neu emittierte Kryptowährung im Tausch gegen Fiatgeld oder anderen Kryptowährungen.




Was ist ein Airdrop in Bezug auf Kryptowährungen?


Bei einem Airdrop werden Coins an eine Wallet-Adresse gesendet, um das Bewusstsein für eine Kryptowährung zu fördern. Es kann sich jedoch auch um eine verdeckte Gewinnausschüttung handeln.




Wie sieht die ertragsteuerliche Lage für eine Gesellschaft, die ein Token Generating Event durchführt, aus? (STO, ICO)


Art. 47 SteG normiert die Massgeblichkeit der nach dem Personen- und Gesellschaftsrecht zu erstellenden Jahresrechnung. Folglich ist auch in Liechtenstein das Handelsrecht die Basis für das Steuerrecht und dessen Bestimmungen sind für die Ermittlung der Ertragssteuer zu beachten, sofern das Steuergesetz keine abweichenden Regelungen vorsieht. Die aktuelle Verbuchungspraxis sieht nach EXPERTsuisse vor, dass die Zahlung der Investoren handels- und steuerrechtlich im Rahmen des TGE verbuchen sollten.




Was ist die mehrwertsteuerliche Situation von Initial Coin Offerings (ICO) und Token Generation Events (TGE) in Liechtenstein?


Grundsätzlich wird zwischen drei verschiedenen Haupttypen von Token unterschieden, diese und die jeweilige mehrwertsteuerliche Belastung bei einem ICO und TGE werden nachfolgend aufgezeigt:

  • Zahlungscoins/-token = Nicht MwSt-pflichtig
  • Nutzungscoins/-token = MwSt-pflichtig
  • Anlagecoins/-token = Nicht MwSt-pflichtig
Die Verwendung eines Zahlencoins/-token für den Erwerb einer Leistung wird der Verwendung von gesetzlichen Zahlungsmitteln gleichgestellt. Die Hingabe eines Zahlungscoins/-token als Entgelt stellt somit keine zusätzliche Leistung dar. Aus diesem Grund wird im Gegensatz zur Hingabe von Nutzungscoins/-token auch kein Tausch oder tauschähnlicher Vorgang unterstellt. Da die EStV unter Nutzungscoins/-token die Repräsentierung einer bestimmten oder bestimmbaren Leistung versteht, ist der Einsatz eines Nutzungscoins/-token im Zeitpunkt der Leistungserbringung zu versteuern, sofern die Leistung nicht unter die Steuerausnahmen nach Art. 21 Abs. 2 MWStG fällt und nicht bereits bei der Ausgabe versteuert wurde. Der Praxisentwurf versteht unter der Verwendung eines Anlagecoins/-token eine Zahlung an den Coin-/Tokeninhaber im Rahmen der schuldrechtlichen Forderung gegenüber dem Emittenten. Folglich stellen diese beim Emittenten/Schuldner Aufwand dar.




Ist der Wechsel von Kryptowährungen in FIAT-Währungen als Währungsgewinn bzw. -verlust steuerpflichtig?


Dies ist je nach Einzelfall zu bewerten, da es in Abhängigkeit ist, wie es in der Buchhaltung gebucht wird. Die Kryptowährungen könnten beispielsweise im Anlagevermögen ausgewiesen werden, jedoch auch im kurzfristigen Umlaufvermögen als liquide Mittel.




Was ist bei der Bilanzierung von Kryptowährungen zu beachten?


Es gelten die Grundsätze einer ordnungsgemässen Rechnungslegung gemäss §1045-1062a PGR. Dies sind insbesondere:

  • Vollständigkeit und Richtigkeit
  • Klarheit und Wesentlichkeit
  • Vorsichtsprinzip
  • Sicherstellung Fortführung der Unternehmenstätigkeit
  • Stetigkeit in Darstellung und Bewertung
  • Verrechnungsverbot (Bruttoprinzip)
  • Periodengerechtigkeit
  • - Dokumentation
  • - Rechtzeitigkeit und Aktualität




Was ist bei der steuerlichen Behandlung von Hardforks zu beachten?


Ein Hardfork definiert sich folgendermassen: eine Blockchain kann als Buch angesehen werden, welches die Transaktionen dokumentiert. Im Regelfall gibt es neben der Blockchain auch ein Protokoll, dies wird von den im Netzwerk befindlichen Minern und Nodes unterstützt. Bei Veränderungen, beispielsweise Regeländerungen, müssen die Miner und Nodes dies akzeptieren. Es kann zu Meinungsverschiedenheiten kommen, dadurch entsteht eine Spaltung/Split in der Blockchain. Im Endeffekt gibt es eine «alte» und eine «neue» Blockchain. Bekannte Hard Forks gab es bei Ethereum und Bitcoin. Der steuerliche Aspekt ist diesbezüglich noch nicht ganz ausgereift. Daher sollte es bei der Steuererklärung deklariert werden, um das Risiko von Steuerhinterziehung zu minimieren.




Wie werden ICOs (Initial Coin Offerings) besteuert?


Für die mehrwertsteuerliche Beurteilung eines ICO ist es von zentraler Bedeutung, dass die Funktionalität der Coins/Token analysiert wird und entsprechend in das vorgestellte Definitionsschema der ESTV eingeordnet wird.




Wie erfolgt die Besteuerung von Staking und Lending?


Natürliche Personen

  • Vermögenssteuer: Staking wird als Darlehensforderung klassifiziert und wird somit mit 4% besteuert.
  • Erwerbssteuer: Die Zinsen unterliegen nicht der Steuerpflicht, wenn das Darlehen innerhalb der Vermögenssteuer besteuert wurde.
Juristische Person
  • Vermögenssteuer: Staking unterliegt bei juristischen Personen nicht der Vermögenssteuer.
  • Erwerbssteuer: Die Zinsen gehören zum Reinertrag und werden mit 12,5% besteuert.





 

Tax Guidelines

Tax Guidelines für Liechtenstein, Schweiz, Österreich und Deutschland.
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